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Stephan Schurig ist der Direktkandidat für die Piraten in Halle

„Ich setze mich u.a. für Teilhabe und eine inklusive Gesellschaft ein. Sollte ich als Abgeordneter in den Bundestag kommen, werde ich mich um ein inklusives Schulsystem bemühen. Auch möchte ich Liquid Feedback [1] als ernsthaftes Tool für demokratische Entscheidungsprozesse etablieren“ so der frisch gewählte Direktkandidat Stephan Schurig [2] (28) auf der Aufstellungsversammlung der PIRATEN Halle am Sonntag, den 24. Februar 2013, in Halle/Saale.

Am frühen Nachmittag startete die Aufstellungsversammlung für den Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Halle zur Bundestagswahl 2013 im „BEST WESTERN Grand City Hotel Halle“. Stephan Schurig trat als einer von drei Bewerbern an und wurde mit 2/3-Mehrheit von den 15 akkreditierten Hallenser Piraten gewählt. Zweieinhalb Stunden waren sie vorher von den anwesenden Mitgliedern gründlich befragt worden. Dabei wurden zusätzlich zu den Fragen der Versammlungsteilnehmer auch Fragen zugelassen, die Zuschauer im Internet über ein Piratenpad [3] an die Versammlung stellten. Denn wie bei den Piraten üblich, wurde die Veranstaltung live gestreamt [4].
Stephan Schurig engagiert sich bei den Piraten Sachsen-Anhalts vor allem in den Bereichen Bildung – mit Schwerpunkt auf einem inklusiven Schulsystem – und Barrierefreiheit. Auf Landes- und Bundesebene arbeitet er konsequent das Programm der Piraten weiter aus. Auch für seine mögliche Arbeit im Bundestag liegen ihm die Themen Inklusion, Bildung und Kultur sowie Menschen- und Bürgerrechte besonders am Herzen. Der 28-Jährige steht außerdem voll hinter den piratischen Forderungen nach Transparenz innerhalb der Politik und würde die Mitglieder der Partei über Meinungsfindungsplattformen im Internet, wie sie bei den Piraten genutzt und weiterentwickelt werden, gern in seiner Arbeit im Bundestag mit einbeziehen. „Einem Abstimmungsergebnis im Liquid Feedback würde ich mich auch im Bundestag beugen. Dennoch behalte ich mir natürlich eine eigene Meinung vor“, betonte der Diplomstudent der Geographie mit den Nebenfächern Soziologie und Ethnologie noch einmal.
Die Piraten unterstreichen mit der Aufstellung von Direkt- und Listenkandidaten ihren Anspruch, mehr zu sein als eine Spaßpartei ohne Inhalte und Köpfe. Wie bei den Piraten üblich war es jedem Mitglied freigestellt, sich für den Posten des Direktkandidaten zu bewerben. Darin unterscheiden sich die Piraten von den etablierten Parteien, bei denen der Vorstand üblicherweise eine Kandidatenvorauswahl trifft. Da sich jedes Parteimitglied für einen Posten oder eine Stelle bewerben kann, existiert auch kein Delegiertensystem. Damit kann jedes Parteimitglied gleichberechtigt abstimmen und seine Vorschläge, nicht nur zur Wahl, einbringen.
Auch in Zukunft werden sich die Piraten aktiv in das politische System mit einbringen und bei Themen wie Mitbestimmung, Datenschutz und aktiver Politikgestaltung ihr Wort erheben.
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